Verbot von Blei-Auswuchtgewichten

Verbot von Blei-Auswuchtgewichten

Wirksamkeit ab 01.07.2005 auch im Ersatzgeschäft

Den entsprechenden Statusbericht mit Stand Dezember 2004 hatten wir zuletzt in Ausgabe 8/2004, Seiten 54 f. von Trends & Facts veröffentlicht. Die Europäische Kommission hat nunmehr mit ihrer Entscheidung vom 24.01.2005 zur Änderung des Anhangs II der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates über Altfahrzeuge endgültig das generelle Verbot von Blei-Auswuchtgewichten ab dem 01. Juli 2005 beschlossen - dies also definitiv auch für das Ersatzgeschäft (Az. K (2004) 2735 und veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union vom 28.01.2005).

Daher veröffentlichen wir an dieser Stelle nunmehr den endgültigen Statusbericht zum Februar 2005, der inhaltlich dem vom Dezember 2004 entspricht. Ergänzend möchten wir Sie erneut darauf aufmerksam machen, dass nach unseren Informationen sowohl der Großhandel als auch die Hersteller von Blei-Auswuchtgewichten bereits ab dem 01. Januar 2005 keine Blei-Auswuchtgewichte mehr nehmen. Daher erhöht sich die Notwendigkeit der Steuerung Ihres Bestandes an Blei-Auswuchtgewichten, nämlich Bestandsabbau bis spätestens 30.06.2005 bzw. sukzessisser Bestandsaufbau von alternativen Auswuchtgewichten (Zink, Stahl) bis zum 30.06.2005. Nach dem 01.07.2005 können Sie verbliebene Blei-Auswuchtgewichte nur noch verschrotten. Dabei liegt der Entsorgungspreis pro Tonne liegt wohl bei 350,- Euro.

Wir warnen auch weiter erneut ausdrücklich davor, das Verbot von Blei-Auswuchtgewichten ab 01.07.2005 für Pkw und Llkw auf die leichte Schulter zu nehmen etwa nach dem Motto "Was an Blei-Auswuchtgewichten übrig bleibt, wird einfach montiert, das merkt ja sowieso keiner!" oder "Dann verkaufen wir eben die Restbestände nach Osteuropa!". Wer nach dem 01.07.2005 solche Gewichte in Verkehr bringt - auf welchem Wege auch immmer - macht sich strafbar. Dies nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU. Ab Juli 2005 ist auch mit verstärkten Kontrollen der Landesumweltschutz- und Gewerbeaufsichtämter zu rechnen - Umweltverstöße können in Deutschland sehr teuer werden!

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)