Umrüstung auf Zubehörfelge

Umrüstung auf Zubehörfelge

Sind in den jeweiligen Radgutachten keinerlei Fabrikatsbindungen aufgeführt, können alle Reifen montiert werden, die in ihrer Dimension den Vorgaben entsprechen und die technischen Anforderungen des jeweiligen Fahrzeuges erfüllen. Bei Fabrikatsbindung im Radgutachten ist

1. die gewünschte Bereifung zulässig, sofern sie namentlich in den Vorgaben enthalten ist; 2. durch eine einzeln Freigabe des jeweiligen Reifenherstellers in den meisten Fällen eine nachträgliche Abnahme durch die Prüfinstanz möglich. Wichtig: Es sind grundsätzlich die Auflagen des Radgutachtens zu beachten, was in manchen Fällen auch dazu führen kann, dass die Umrüstung auf ein ge- wünschtes Reifenprofil nicht möglich ist. Bei Unstimmigkeiten sollte immer eine Rücksprache mit dem Radhersteller bzw. der Prüfinstanz erfolgen, um Unannehmlichkeiten und Kosten zu vermeiden.

Mögliche Gründe für eine Reifenfabrikatsbindung können sein: 1. Reifentragfähigkeit 2. Radfreigängigkeit (Reifenkontur) 3. Zulässige Felgenmaulweite 4. ABS/ASR-Tauglichkeit 5. Fahrzeughandling

Bei den Punkten 1.-4. im Auflagenteil des Radgutachtens findet sich oftmals der Zusatz: "Wenn Reifen anderer Hersteller montiert werden sollen, ist die Tauglichkeit entsprechend zu bescheinigen." In diesen Fällen kann, sofern möglich, eine Unbedenklichkeitserklärung angefordert werden. Diese dient zur unmittelbaren Vorlage bei der Prüfstelle zwecks Ergänzungen der Fahrzeugpapiere und ist nicht zum lediglichen Mitführen im Fahrzeug gedacht. Solange eine von den Vorgaben abweichende Bereifung nicht in den Fahrzeugpapieren nachgetragen wurde, ist die Betriebserlaubnis - und damit auch der Versicherungsschutz -erloschen!

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)