Springdruck bei Pkw-Reifen

Maximaler Springdruck bei Pkw-Reifen

In der wdk-Leitlinie 104 ist der maximale Springdruck festgelegt. Darin heißt es: "Bei Montage von Pkw-Reifen ist darauf zu achten, dass die Reifenwulste von Tiefbett kommend zunächst den Hump der Felgenschulter überspringen müsse. Um Brüche des Wulstkerns zu vermeiden, soll der dazu notwendige Springdruck nicht über 3,3 bar hinaus gehen."

Sind bei der Montage höhere Drücke notwendig, muss der Montagevorgang abgebrochen werden. Dann ist wie folgt zu verfahren: - Wulste demontieren und rundum erneut mit Montagepaste besteichen (auch den eventuell vorhandenen Felgenschutz). - Beide Felgenschultern mit Montagepaste bestreichen. - Reifen nochmals montieren und Luft geben.

Wenn auch dann der Reifen noch immer nicht bei maximal 3,3 bar über den Hump gesprungen ist, sollten er und das Scheibenrad vermessen werden. Ob der Reifen verantwortlich ist, kann durch eine Vergleichsmontage (möglichst ein anderes Reifenfabrikat verwenden!) geklärt werden. Es gibt bestimmt Hump-Ausführungen (z.B. Asymmetrisches Hump), die in der Regel höhere Springdrücke erfordern. Jedoch auch hier ist 3,3 bar die Grenze.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)