Reparaturanleitung von Pkw-Reifen (Teil I - III)

Reparaturanleitung von Pkw-Reifen

Heißreparatur in zwei Arbeitsgängen mit Pflastereinbau (Teil I)

Bei der Reparatur von Reifen handelt es sich um eine zeitgemäße Dienstleistung des Vulkaniseur- und Reifenhandwerks. In dieser Serviceleistung stellt sich unsere Fachkompetenz in Sachen Serviceleistung, Know How und Umweltbewusstsein dar.

Folgende Kriterien sind beider Reparatur von Pkw-Reifen zu beachten und als Grundlage für eine Reifenreparatur zu berücksichtigen: Feststellung grundsätzlicher Art

Um eine genaue Beurteilung am Reifen vornehmen zu können, muss dieser während der Untersuchung generell von der Felge demontiert werden, da äußerlich nicht alle Beschädigungen und deren Folgenschäden nicht erkennbar sind. Bei den Untersuchungen ist auf geeignete Hilfsmittel wie Reifenspreizer, Messwerkzeuge, Ahle usw. sowie eine ausreichende Beleuchtung zu achten.

Die Wiederinbetriebnahme eines Reifens durch Einlegen eines Schlauches, ohne weitere Schadensbehebung ist verboten, ebenso wie die Reparatur von Radialreifen ohne Demontage von der Felge. Falls die untenstehenden Fragen und Feststellungen nicht exakt und grundsätzlich zugunsten einer Reparatur uneingeschränkt bejaht werden können, ist von einer Wiederherstellung des Reifens Abstand zu nehmen.

- Sind neben der zu reparierenden Verletzungen des Reifens noch weitere Schäden feststellbar? Z.B. mechanische oder chemische Beschädigungen durch Öle, Fette etc. - Ist der Reifen durch den Betrieb mit Unterdruck oder luftleerem Fahren zusätzlich beschädigt? - Lässt der Allgemeinzustand des Reifens (Wulst/Reifenverschleißbild) eine Reparatur zu? - Sind chemische oder mechanische Einwirkungen zusätzlich am Reifen feststellbar? - Ist der Zeitraum der Lagerung des Reifens im entlüfteten Zustand zu benennen? - Lässt die Geschwindigkeitsklasse im Verhältnis zur Defektgröße eine Reparatur zu? - Ist eine Aussage durch das vorhandene Schadensbild zu treffen, ob und wie lange der Reifen mit Minderdruck betrieben wurde? Bei den Reparaturen sind die gesetzlichen Vorschriften zu berücksichtigen und einzuhalten. Nach § 36 StVZO Richtlinie für die Beurteilung von Luftreifen vom 29, August 1980 - StV 13/36.25,07-00 und deren Ergänzung vom 26, Februar 1993 StV 13,36,25,07-00124Va92.

Arbeitsanweisung zur Reparatur von Pkw-Reifen Bei demontiert angelieferten Reifen sollte eine Druck-/Dichtigkeitsprüfung nach einer Reparatur vorgenommen werden. Auch bei sofort offensichtlichen Schäden sind die Prüfschritte 1,1 bis 1,4 durchzuführen. Falls der Reifen nicht reparabel ist, ist er zu entwerten oder der Altreifenvernichtung zuzuteilen.

1. Kontrolle 1.1 Prüfung des montierten Reifens

Den Reifen durch Stichkontrolle auf Beschädigung von Laufflächen und Seitenwänden, auf Defekte, Verletzungen durch Anprall und Einfahrschäden prüfen. Festgestellte Schäden sind deutlich zu kennzeichnen.

1.2 Prüfung unter Betriebsdruck

Den Reifen auf Betriebsdruck aufpumpen und auf Ausbeulung und sicht- und hörbare Defekte überprüfen. Achtung! Langsam und stufenweise Druckerhöhung vornehmen und dabei den Reifen ständig auf Ausbeulung o. ä. kontrollieren.

1.3 Prüfung mit Hilfe von Lecksuchspray oder im Wasserbad

Den aufgepumpten Reifen nur unter Druck stehend in das Wasserbecken tauchen und unter Wasser fixieren. Dann gründlich, falls nicht sofort sichtbarer Luftverlust durch Luftperlenbildung angezeigt wird - auch über längeren Zeitraum - den Reifen untersuchen. Dabei darauf achten, dass der Reifen im Wasserband nicht drucklos wird, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Wasser in die Schadensstelle eindringt.

Bei Verwendung von Lecksuchspray ist nach den Herstellerangaben vorzugehen.

1.4 Prüfung im demontierten Zustand

An den äußeren Seitenwänden ist eine visuelle Kontrolle auf Anzeichen von Plattrollen durchzuführen. Der Reifen ist auf ein Inspektionsgerät aufzuspannen und innen im gespreizten Zustand in seinem ganzen Umfang zu prüfen. Hierbei ist besonders auf Schädigungen des Reifens neben dem ursächlichen Defekt zu achten, wie dunkle Verfärbungen oder sogenannte Elefantenhautbildungen an der Seitenwandinnenlinie, Lösungen, Hohlstellen, Risse im Innenliner des Reifens.

Falls Rückstände von Pannensprays festgestellt werden, kann der Reifen nicht mehr repariert werden, da die Gefahr von Überlastung, Cordlösungen durch Unterluftdruck/ Minderluftdruck sowie andere Folgeschäden bestehen. Ferner sind Verbindungseigen- schaften des Innenliners negativ beeinflusst.

2. Schadensfeststellung und Rauhen

2.1 Lokalisieren des Schadens

Die Schadensstelle des Reifens ist genau zu untersuchen und dann unter Einbeziehen der Schadensgröße und des Schadensbildes darauf hin zu bewerten, ob eine Reparatur vorgenommen werden darf. Sodann ist festzulegen, welche Reparaturmethode angewandt wird.

Siehe auch 3.3.

2.2 Nichtreparable Zonen

Im Bereich der Umkehrlagen in der unteren Seitenwand muss eine Reparatur des Reifens unterbleiben.

2.3 Reinigung des Schadens - innen

Im Bereich des Schadens ist der Reifen innen großflächig mit geeigneten Reinigungs- mitteln, mit einem fuselfreien Lappen zu reinigen, um die Verschmutzungsgefahr bei der Rauhung zu vermeiden.

2.4 Freilegen des Schadens

Die Schadensstelle ist mit einem geeigneten Werkzeug bis auf den Cord freizulegen. Dann wird die Lauffläche - oder der Seitenwandgummi trichterförmig ausgearbeitet. Eine unnötige Vergrößerung des Schadens beim Ausarbeiten ist dabei zu vermeiden.

Dann sind die geschädigten Cordlagen mit den passenden Schleifwerkzeugen auszuarbeiten. Auch hier muss eine Vergrößerung des Schadens durch Anschleifen noch intakter Cordseile unbedingt vermieden werden. Es müssen jedoch alle defekten Seile entfernt werden. Alle weitreichenden Schäden, wie Rostbildung oder Lösung sind gänzlich auszuarbeiten. Es ist danach zu prüfen, ob der Schaden bezüglich seiner Größe noch zu reparieren ist. Bei den Arbeiten mit Schleifwerkzeugen ist das Tragen eines geeigneten Augenschutzes Vorschrift. Ferner muss das richtige Werkzeug bei der Bearbeitung von Stahl-, Nylon- und Rayoncord eingesetzt werden.

2.5 Bearbeiten des Schadens im Reifen

Es sollten die Schadenskanten der Innenlinie mit einem in die Bohrmaschine eingespannten Rauhwerkzeug leicht abgeschrägt werden. Dabei ist der Innenliner durch Rauhen gegen die Kante auf feste Verbindung zur Karkasse zu prüfen.

2.6 Reinigen der Schadensstelle

Der Rauhstaub ist rocken mit einer Bürste oder einem Staubsauger von der Reparatur- stelle zu entfernen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Rauhung nicht z.B. durch Talkum verschmutzt wird.

3. Pflasterauswahl und Bearbeitung des Schadenstrichters

Die verwendeten Materialien, wie Pflaster, Gummilösung etc. müssen von ein und demselben Hersteller stammen oder die Verträglichkeit miteinander durch ein Zertifikat bestätigt werden.

3.1 Auswahl des Pflasters

Die Schadensgröße wird genau ausgemessen und die Pflasterauswahl nach den Vorschriften der Hersteller getroffen Dabei ist der Geschwindigkeitsindex zu berücksichtigen. Die benötigte Pflastergröße sowie die Gesamtwandungsstärke des Reifens (Heizzeitbe- rechnung) wird neben dem Schaden auf den Reifen notiert und die Schadensposition im Reifeninnern mittels Fadenkreuz (Hilfslinie) zum späteren Pflastereinbau markiert.

3.2 Einstreichen der Schadensstelle

Die gerauhten Flächen der Schadensstelle ist einmal dünn mit Gummilösung einzustreichen und ausreichend trocknen zu lassen. Die Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise des Herstellers sind dabei zu beachten.

3.3 Füllen des Schadenstrichters

Es ist auf absolut saubere und fettfreie Hände zu achten! Das zum Füllen des Schadenstrichters vorgesehene Material ist in passende Streifen zu schneiden und vorzuwärmen oder kann mit einem Handextruder verarbeitet werden. Der Trichter ist lagenweise blasenfrei zu füllen, wobei die einzelnen Lagen mit einem schmalen Anroller einzuarbeiten sind. Die unterste Materiallage wird dabei durch den Schadenskanal von außen nach innen angedrückt, um eine gute Verbindung des Materials mit den Innenräder zu schaffen. Es sind so viele Lagen aufzulegen und blasenfrei einzuarbeiten, bis eine Erhöhung von ca. 5 mm über der Schadensstelle entstanden ist. Abschließend werden die Uneben- heiten durch Beschneiden der Reparaturstelle entfernt, bis in der Mitte eine kegelförmige Erhöhung von ca. 3 mm entstanden ist. Auf der Innenseite sind je nach Schadensstelle 1 bis 2 Lagen Polstergummi einzuarbeiten. Bei der Verarbeitung des Materials und bei der Heizzeitberechnung sind die Vorgaben des Herstellers zu beachten.

4. Heizen der Reparatur

4.1 Einspannen und Heizen

Vor dem Heizen muss die Reparaturstelle mit Lösung eingestrichen und mit Heizfolie abgedeckt werden. Beim Abheizen der Reparatur ist die Lage der Schadensstelle bezüglich der Kontur in diesem Bereich besonders zu beachten. Zum Ausgleichen von Heizplatte und Reifen sind Ausgleichsplatten oder Ausgleichssäcke zu benützen. Bei der Verwendung dieser Hilfsmittel ist die Heizzeit neu zu berechnen und anzupassen. Der Reifen wird das Reparaturheizgerät eingespannt und nach berechneter Heizzeit abgeheizt. Nach dem Ablaufen der Heizzeit ist der Reifen zu entnehmen und noch im heißen Zustand auf blasenfreie und ordnungsgemäße Vulkanisation der Reparatur zu prüfen.

5. Einbau des Pflasters 5.1 Einpassen und Rauhen

Nach völligem Abkühlen der Reparaturstelle, welches nicht durch Fremdmittel wie Wasser o. ä. beschleunigt werden darf, wird das einzubauende Pflaster mit Markierung versehen und dann mittig auf die Reparaturstelle aufgesetzt und angezeichnet. Die Markierungen dienen hierbei als Hilfslinien. Beim Einpassen des Pflasters sind die Vorschriften des Herstellers unbedingt zu beachten. Dann wird die Reparaturstelle innerhalb der eingezeichneten Linien mit einer geeigneten Schleifscheibe leicht aufgerauht. Hierbei ist zu beachten, dass die Innenlinie nicht durchgerauht wird und eine gleichmäßige, oberflächige plane Samtrauhe entsteht. Es ist beim Rauhen ein Augenschutz zu tragen.

5.2 Einstreichen

Der Rauhstaub im Reifeninneren ist trocken mit einer Bürste oder mit dem Staubsauger gänzlich zu entfernen. Es ist darauf zu achten, dass die gerauhte Reparaturstelle nicht mehr verschmutzt wird. Die Weiterbearbeitung der Reparaturstelle muss umgehend erfolgen, weil sonst die Gefahr der Oxidation der gerauhten Oberfläche besteht. Die gerauhte Fläche wird gleichmäßig mit Beschleunigerlösung bestrichen und trocknen gelassen. Falls erforderlich auch das Pflaster nach den Vorschriften des Herstellers einstreichen. Die Verarbeitungshinweise des Herstellers sind zu beachten. Achtung! Beim Umgang mit Lösungen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen!

5.3 Pflastereinbau

Nachdem die Lösung getrocknet ist, wird das Pflaster mittels Hilfslinie eingepasst und fixiert. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Pflaster nicht eingebaut wird, wenn der Reifen gespreizt ist. Dann, ausgehend von der Pflastermitte nach außen, mit dem schmalen Abroller das Pflaster einarbeiten. Das Anrollen des Pflasters muss gleichmäßig und lückenlos erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass die auslaufenden Ränder des Pflasters nicht unter das Pflaster eingerollt werden. Beim Einarbeiten es Pflasters darf der Reifen nicht gespreizt sein, da sonst Qualitätsminderungen durch Spannungen entstehen. Die Belastbarkeit und Güte der Reparatur hängt entscheidend von der Genauigkeit und Sorgfältigkeit des Pflastereinbaus ab. Auch hier sind die Bearbeitungsauflagen des Herstellers zu beachten. Bei zu groß angerauhten Schadensstellen wird die Dichtheit des Reifens durch versiegeln der Pflasterränder und der Umgebenen Rauhung mit Innenlinerflüssigkeit optimiert.

6. Fertigstellen der Reparatur

Abschließend wird, falls erforderlich, die geheizte Reparaturstelle beschliffen. Im Laufflächenbereich ist das Profil durch Nachschneiden wieder herzustellen. Sodann wird die Reparatur noch einmal in allen Bereichen auf Fehlerfreiheit überprüft.

Reparaturanleitung von Pkw-Reifen

Reparatur von Reifen mit Stichverletzungen im Laufflächenbereich mittel vorvulkanisierter Trichterführung und Reparaturpflaster (Teil II)

Bei der Reparatur von Reifen handelt es sich um eine zeitgemäße Dienstleistung des Vulkaniseur- und Reifenhandwerkes. In dieser Serviceleistung stellt sich unsere Fachkompetenz in Sachen Serviceleistung, Know How und Umweltbewusstsein dar.

Folgende Kriterien sind bei der Reparatur von Pkw-Reifen zu beachten und als Grundlage für eine Reifenreparatur zu berücksichtigen: Feststellung grundsätzlicher Art:

Es sollten nur Durchstiche in der Lauffläche des Pkw-Reifens bis zu 6 mm repariert werden. Um eine genaue Beurteilung am Reifen vornehmem zu können, muss dieser während der Untersuchung generell von der Felge demontiert werden, da äußerlich nicht alle Beschädigungen und deren Folgeschäden erkennbar sind. Bei den Untersuchungen ist auf geeignete Hilfsmittel wie Reifenspreizer, Messwerkzeuge, Ahle usw. sowie eine ausreichende Beleuchtung zu achten. Die Wiederinbetriebnahme eines Reifens durch Einlegen des Schlauches, ohne weitere Schadensbehebung ist verboten, ebenso wie die Reparatur von Radialreifen ohne Demontage von der Felge. Falls die untenstehenden Fragen und Feststellungen nicht exakt und grundsätzlich zugunsten einer Reparatur uneingeschränkt bejaht werden können, ist von einer Wiederherstellung des Reifens Abstand zu nehmen.

- Sind neben der zu reparierenden Verletzungen des Reifens noch weitere Schäden feststellbar? Z.B. mechanische oder chemische Beschädigungen durch Öle, Fette etc. - Ist der Reifen durch den Betrieb mit Unterdruck oder luftleerem Fahren zusätzlich beschädigt? - Lässt der Allgemeinzustand des Reifens (Wulst/Reifenverschleißbild) eine Reparatur zu? - Sind chemische oder mechanische Einwirkungen zusätzlich am Reifen feststellbar? - Ist der Zeitraum der Lagerung des Reifens im entlüfteten Zustand zu benennen? - Lässt die Geschwindigkeitsklasse im Verhältnis zur Defektgröße eine Reparatur zu? - Ist eine Aussage durch das vorhandene Schadensbild zu treffen, ob und wie lange der Reifen mit Minderdruck betrieben wurde? Bei den Reparaturen sind die gesetzlichen Vorschriften zu berücksichtigen und einzuhalten. (Nach § 36 StVZO Richtlinie für die Beurteilung von Luftreifen vom 29, August 1980 - StV 13/36.25,07-00 und deren Ergänzung vom 26, Februar 1993 StV 13,36,25,07-00124Va92.)

Arbeitsanweisung zur Reparatur von Pkw-Reifen Bei demontiert angelieferten Reifen sollte eine Druck-/Dichtigkeitsprüfung nach einer Reparatur vorgenommen werden. Auch bei sofort offensichtlichen Schäden sind die Prüfschritte 1,1 bis 1,4 durchzuführen. Falls der Reifen nicht reparabel ist, ist er zu entwerten oder der Altreifenvernichtung zuzuteilen.

1. Kontrolle 1.1. Prüfung des montierten Reifens

Den Reifen durch Sichtkontrolle auf Beschädigung von Laufflächen und Seitenwänden, auf Defekte, Verletzungen durch Anprall und Einfahrschäden prüfen. Festgestellte Schäden sind deutlich zu kennzeichnen.

1.2. Prüfung unter Betriebsdruck

Den Reifen auf Betriebsdruck aufpumpen und auf Ausbeulung und sicht- und hörbare Defekte überprüfen. Achtung! Langsam und stufenweise Druckerhöhung vornehmen und dabei den Reifen ständig auf Ausbeulung o. ä. kontrollieren.

1.3. Prüfung mit Hilfe von Lecksuchspray oder im Wasserbad

Den aufgepumpten Reifen nur unter Druck stehend in das Wasserbecken tauchen und unter Wasser fixieren. Dann gründlich, falls nicht sofort sichtbarer Luftverlust durch Luftperlenbildung angezeigt wird, auch über längeren Zeitraum, den Reifen untersuchen. Dabei darauf achten, dass der Reifen im Wasserbad nicht drucklos wird, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Wasser in die Schadensstelle eindringt. Bei Verwendung von Lecksuchspray ist nach den Herstellerangaben vorzugehen.

1.4. Prüfung im demontierten Zustand

An den äußeren Seitenwänden ist eine visuelle Kontrolle auf Anzeichen von Plattrollen durchzuführen. Der Reifen ist auf ein Inspektionsgerät aufzuspannen und innen im gespreizten Zustand in seinem ganzen Umfang zu prüfen. Hierbei ist besonders auf Schädigungen des Reifens neben dem ursächlichen Defekt zu achten, wie dunkle Verfärbungen oder sogenannte Elefantenhautbildungen an der Seitenwandinnenlinie, Lösungen, Hohlstellen, Risse im Innenliner des Reifens. Falls Rückstände von Pannensprays festgestellt werden, kann der Reifen nicht mehr repariert werden, da die Gefahr von Überlastung, Cordlösungen durch Unterluftdruck/ Minderluftdruck sowie andere Folgeschäden bestehen. Ferner sind Verbindungseigen- schaften des Innenliners negativ beeinflusst.

2. Schadensfeststellung 2.1. Lokalisieren des Schadens

Die Schadensstelle des Reifens ist genau zu untersuchen und dann unter Einbeziehen der Schadensgröße und des Schadenbildes darauf hin zu bewerten, ob eine Reparatur vorgenommen werden darf. Nach Abschluss der Kontrolle und der Beurteilung der Reparaturfähigkeit ist die Schadensstelle zu markieren, so dann ist festzulegen, welche Reparaturmethode angewandt wird.

2.2. Einsatzbereiche der Reparaturverfahren

Vorvulkanisierte Trichterfüllungen sind nur für Stichverletzungen innerhalb der in der Herstelleranleitung ausgewiesenen markierten Laufflächenzonen zu verwenden. Bei Schnittverletzungen bzw. Verletzungen im Bereich der Seitenwand darf eine Reparatur mittels vorgefertigten Reparaturkörpern nicht durchgeführt werden. Diese Verletzungen müssen durch ein Heißreparaturverfahren behoben werden.

3. Reparaturkörperauswahl und Bearbeitung des Schadens

Die verwendeten Materialien wie Reparaturkörper, Pflaster, Gummilösung etc. müssen von einem Hersteller stammten oder die Verträglichkeit miteinander durch ein Zertifikat bestätigt werden. Generell sind die, den jeweiligen Materialpackungen beiliegenden, Reparaturanleitungen des Herstellers zu beachten. Nachfolgend sind die stets durchzuführenden Arbeitsschritte dargestellt.

3.1. Reinigung des Schadens

Im Bereich des Schadens ist der Reifen innen großflächig mit geeignetem Reinigungs- mittel zu säubern. Anschließend ablüften lassen. Es sind die Sicherheitshinweise auf den Lösungsgebinden zu beachten.

3.2 Bearbeiten des Lochkanals

Mit einem Vorstecher ist der Verlauf des Lochkanals von innen nach außen festzustellen. Sodann wird die Schadensgröße innen und außen am Reifen gemessen (max. 6 mm). Der Lochkanal wird mittels geeignetem Werkzeug (passender Rotierfräser) zuerst von innen nach außen und dann von außen nach innen bearbeitet und gesäubert. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass der Schadenskanal genau durchdrungen wird, ohne den Schaden zu vergrößern, intakte Cordseile nicht verletzt werden und eine Aufweitung/Lösung des umliegenden Gewerbes vermieden wird. Werden hierbei weiterreichende Schäden wie Rostbildung oder Lösung festgestellt, muss der Reifen einer nochmaligen Prüfung auf die Reparaturfähigkeit mit vorgefertigten Reparaturkörpern unterzogen werden. Dabei sind die ausgeworfenen Metallspäne auf Rostbefall zu untersuchen. Bei ungewöhnlichem Rostbefall ist der Reifen dem Altgummi zuzuführen. Falls die Reparaturfähigkeit mittels vorgefertigten Reparaturkörpern nicht gegeben ist, sollte geprüft werden, ob eine Heißreparatur ausgeführt werden kann. Die Vorschriften und Anleitungen des Reparaturmaterialherstellers bezüglich der Auswahl der Werkzeuge und der Reparaturkörperzuordnung sind zu beachten.

3.3 Reparaturkörpereinbau

Reparaturkörper in die Einführnadel einhängen und diesen und den Lochkanal mit Special Cement einstreichen. Dann den Reparaturkörper sofort von innen nach außen durch den Schadenskanal ziehen, bis ca. 10 mm an der Innenseite überstehen. Das überstehende Ende an der Reifeninnenseite plan abschneiden.

3.4 Auswahl der Reparaturpflaster

Das benötigte Reparaturpflaster wird nach der Schadensgröße, der Reifendimension und dessen Geschwindigkeitsindex nach den Vorschriften des Reparaturmaterialherstellers unter Einbeziehung der Schadenstabelle ausgewählt.

3.5 Einpassen des Reparaturpflasters

Die Schadensstelle wird auf der Innenseite des Reifens mittels Hilfslinien markiert, eben so das Reparaturpflaster. Dann das Reparaturpflaster mittig auf die Schadensstelle aufsetzen und anzeichnen. Beim Anzeichnen sind die Einbauvorschriften des Herstellers zu beachten.

3.6 Rauhen der Schadensstelle im Reifen

Die Reparaturstelle innerhalb der eingezeichneten Linien mittels geeignetem Rauhwerkzeug leicht aufgerauht. Dabei ist die feste Verbindung des Innenliners mit der Karkasse durch Rauhen gegen die Kante zu prüfen. Es sollte eine gleichmäßige oberflächig plane Samtrauhe ohne Durchrauhung des Innenliners entsteht. Es ist beim Rauhen ein Augenschutz zu tragen!

3.7 Einstreichen der Schadensstelle mit Lösung

Der Rauhstaub im Reifeninneren ist trocken mit einer Bürste oder mit dem Staubsauger gänzlich zu entfernen. Es ist darauf zu achten, dass die gesamte Reparaturstelle nicht mehr verschmutzt wird. Die Weiterbearbeitung der Reparaturstelle muss umgehend erfolgen, weil sonst die Gefahr der Oxydation der gerauhten Oberfläche besteht. Die gerauhten Flächen der Schadensfälle sind 1 x dünn mit Beschleunigerlösung einzustreichen und ausreichend trocknen zu lassen. Trockenzeit des Einstriches beachten, Kontrolle mit Fingerrückenprobe. Zugluft, Lichteinstrahlung, Staub etc. vermeiden. Die Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise des Herstellers sind dabei zu beachten. Beim Umgang mit Lösungen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen!

4. Pflastereinbau und Vulkanisation 4.1 Einbau des Reparaturpflasters

Es ist auf absolute saubere und fettfreie Hände zu achten! Das Reparaturpflaster ist nach den Vorschriften des Herstellers mittels geeignetem Werkzeug einzuarbeiten. Hierzu wird das Pflaster genau mittig auf die Reparaturstelle fixiert und dann ausgehend von der Pflastermitte nach außen, mit dem schmalen Anroller angerollt. Das Anrollen muss gleichmäßig und lückenlos ausgeführt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die auslaufenden Ränder des Pflasters nicht unter das Pflaster eingerollt werden. Beim Einarbeitenes Pflasters darf der Reifen nicht gespreizt sein, da sonst Qualitätsminderungen durch Spannungen etc. entstehen können. Die Güte der Reparatur hängt entscheidend von der Genauigkeit und Sorgfältigkeit bei der Vorgehensweise der Bearbeitung ab.

4.2 Fertigstellen der Reparatur

Anschließend wird der überstehende Teil des Reparaturkörpers außen am Reifen abgeschnitten. Es sollte ein minimaler Überstand belassen werden. Die Dichtheit des Reifens ist an der Innenseite durch Versiegeln der Pflasterränder und der umgebenden Rauhung mit Innenlinerflüssigkeit zu optimieren. Sodann ist die Reparatur noch einmal in allen Bereichen auf Fehlerfreiheit zu prüfen.

4.3 Vulkanisation

Für die anschließende Selbstvulkanisation ist eine Temperatur von mindestens 18° C, sowie eine Standzeit von 24 Stunden erforderlich.

Reparaturanleitung von Pkw-Reifen

Reparatur von Reifen mit Stichverletzungen im Laufflächenbereichmittel vorvulkanisierter Trichterführung und Reparaturpflaster (Teil III)

Bei der Reparatur von Reifen handelt es sich um eine zeitgemäße Dienstleistung des Vulkaniseur- und Reifenhandwerks. In dieser Serviceleistung stellt sich unsere Fachkompetenz in Sachen Serviceleistung, Know How und Umweltbewusstsein dar. Folgende Kriterien sind bei der Reparatur von Pkw-Reifen zu beachten und als Grundlage für eine Reifenreparatur zu berücksichtigen:

Feststellung grundsätzlicher Art: Es sollten nur Durchstiche in der Lauffläche des Pkw-Reifens bis zu 6 mm repariert werden. Um eine genaue Beurteilung am Reifen vornehmem zu können, muss dieser während der Untersuchung generell von der Felge demontiert werden, da äußerlich nicht alle Beschädigungen und deren Folgeschäden erkennbar sind. Bei den Untersuchungen ist auf geeignete Hilfsmittel wie Reifenspreizer, Messwerkzeuge, Ahle usw. sowie eine ausreichende Beleuchtung zu achten. Die Wiederinbetriebnahme eines Reifens durch Einlegen eines Schlauches, ohne weitere Schadensbehebung ist verboten, ebenso wie die Reparatur von Radialreifen ohne Demontage von der Felge.

Falls die untenstehenden Fragen und Feststellungen nicht exakt und grundsätzlich zugunsten einer Reparatur uneingeschränkt bejaht werden können, ist von einer Wiederherstellung des Reifens Abstand zu nehmen. - Sind neben der zu reparierenden Verletzung des Reifens noch weitere Schäden feststellbar? Z.B. mechanische oder chemische Beschädigungen durch Öle, Fette etc. - Ist der Reifen durch den Betrieb mit Unterdruck oder luftleer Fahren zusätzlich geschädigt? - Lässt der Allgemeinzustand des Reifens (Wulst-Reifenverschleißbild) eine Reparatur zu? - Sind chemische oder mechanische Einwirkungen zusätzlich am Reifen festzustellen? - Ist der Zeitraum der Lagerung des Reifens im entlüfteten Zustand zu benennen? - Lässt die Geschwindigkeitsklasse im Verhältnis zur Defektgröße eine Reparatur zu? - Ist eine Aussage durch das vorhandene Schadensbild zu treffen, ob und wie lange der Reifen mit Minderdruck betrieben wurde?

Bei den Reparaturen sind die gesetzlichen Vorschriften zu berücksichtigen und einzuhalten. (Nach § 36 StVZO Richtlinie für die Beurteilung von Luftreifen vom 29, August 1980 - StV 13/36.25.07-00 und deren Ergänzung vom 26, Februar 1993 StV 13/36.25.07-00124Va92).

Arbeitsanweisung zur Reparatur von Pkw-Reifen:

Bei demontiert angelieferten Reifen sollte eine Druck-/Dichtigkeitsprüfung nach einer Reparatur vorgenommen werden. Auch bei sofort offensichtlichen Schäden sind die Prüfschritte 1,1 bis 1,4 durchzuführen. Falls der Reifen nicht reparabel ist, ist er zu entwerten oder der Altreifenvernichtung zuzuteilen.

1. Kontrolle

1.1 Prüfung des montierten Reifens

Den Reifen durch Sichtkontrolle auf Beschädigung von Lauffläche und Seitenwänden, auf Defekte, Verletzungen durch Anprall und Einfahrschäden prüfen. Festgestellte Schäden sind deutlich zu kennzeichnen.

1.2. Prüfung unter Betriebsdruck

Den Reifen auf Betriebsdruck aufpumpen und auf Ausbeulung und sicht- und hörbare Defekte überprüfen. Achtung! Langsam und stufenweise Druckerhöhung vornehmen und dabei den Reifen ständig auf Ausbeulungen o. ä. kontrollieren.

1.3. Prüfung mit Hilfe von Lecksuchspray oder im Wasserbad

Den aufgepumpten Reifen nur unter Druck stehend in das Wasserbecken tauchen und unter Wasser fixieren. Dann gründlich, falls nicht sofort sichtbarer Luftverlust durch Luftperlenbildung angezeigt wird, auch über längeren Zeitraum den Reifen untersuchen. Dabei darauf achten, dass der Reifen im Wasserbad nicht drucklos wird, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Wasser in die Schadensstelle dringt. Bei Verwendung von Lecksuchsprays ist nach den Herstellerangaben vorzugehen.

1.4. Prüfung im demontierten Zustand

An den äußeren Seitenwänden ist eine visuelle Kontrolle auf Anzeichen von Plattrollen durchzuführen. Der Reifen ist auf ein Inspektionsgerät aufzuspannen und innen im gespreizten Zustand in seinem ganzen Umfang zu prüfen. Hierbei ist besonders auf Schädigungen des Reifens neben dem ursächlichen Defekt zu achten: wie dunkele Verfärbungen oder sogenannt Elefantenhauptbildungen an den inneren Seitenwänden, Lösung, Hohlstellen, Risse im Innenliner des Reifens. Falls Rückstände von Pannensprays festgestellt werden, kann der Reifen nicht mehr repariert werden, da die Gefahr von Überlastung, Cordlösungen durch Unterluftdruck/ Minderluftdruck sowie andere Folgeschäden bestehen. Ferner sind Verbindungseigen- schaften des Innenliners negativ beeinflusst.

2. Schadensfeststellung

2.1 Lokalisieren des Schadens

Die Schadensstelle des Reifens ist genau zu untersuchen und dann unter Einbeziehen der Schadensgröße und des Schadenbildes darauf hin zu bewerten, ob eine Reparatur vorgenommen werden darf. Nach Abschluss der Kontrolle und der Beurteilung der Reparaturfähigkeit ist die Schadensstelle zu markieren, sodann ist unter Beachtung der Schadensposition und der Verletzungsgröße festzulegen, welches Reparaturverfahren angewandt wird.

2.2 Einsatzbereiche der Reparaturverfahren

Vorgefertigte Reparaturkörper (wie z.B. Minicombi) sind nur für Stichverletzungen innerhalb der in der Herstelleranleitung ausgewiesenen markierten Laufflächenzonen zu verwenden. Bei Schnittverletzungen bzw. Verletzungen im Bereich der Seitenwand darf eine Reparatur mittels vorgefertigten Reparaturkörpern nicht durchgeführt werden. Diese Verletzungen müssen durch ein Heißreparaturverfahren behoben werden.

3. Reparaturkörperauswahl und Bearbeitung des Schadens

Die verwendeten Materialien wie Reparaturkörper, Pflaster, Gummilösungen etc. müssen von einem Hersteller stammten oder die Verträglichkeit miteinander durch ein Zertifikat bestätigt werden. Generell sind die, den jeweiligen Materialpackungen beiliegenden, Reparaturanleitungen des Herstellers zu beachten. Nachfolgend sind die stets durchzuführenden Arbeitsschritte dargestellt.

3.1. Reinigung des Schadens

Im Bereich des Schadens ist der Reifen innen großflächig mit geeignetem Reinigungs- mittel zu säubern und abzulüften. Anschließend kurz ablüften lassen. Es sind die Sicherheitshinweise auf den Lösungsgebinden zu beachten.

3.2 Auswahl des Reparaturkörpers

Der benötigte Reparaturkörper wird nach den Vorschriften des Reparaturmaterialher- stellers unter Einbeziehung der Schadenstabelle ausgewählt.

3.3 Bearbeiten des Lochkanals

Mit einem Vorstecher ist der Verlauf des Lochkanals von innen nach außen festzustel- len. Bei schräg verlaufenden Verletzungen (90° / -+/ -10° ) oder Schnittverletzungen muss eine Heißreparatur durchgeführt werden. Sodann wird die Schadensgröße innen und außen am Reifen gemessen (max. 6 mm). Der Lochkanal wird mittels geeignetem Werkzeug (passender Rotierfräser) zuerst von innen nach außen und dann von außen nach innen bearbeitet und gesäubert. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass der Schadenskanal genau durchdrungen wird, ohne den Schaden zu vergrößern, intakte Cordseile nicht verletzt werden und eine Aufweitung/Lösung des umliegenden Gewebes vermieden wird. Werden hierbei weiterreichende Schäden wie Rostbildung oder Lösung festgestellt, muss der Reifen einer nochmaligen Prüfung auf die Reparaturfähigkeit mit vorgefertigten Reparaturkörpern unterzogen werden. Dabei sind die ausgeworfenen Metallspäne auf Rostbefall zu untersuchen. Bei ungewöhnlichem Rostbefall ist der Reifen dem Altgummi zuzuführen. Falls die Reparaturfähigkeit mittels vorgefertigten Reparaturkörpern nicht gegeben ist, sollte geprüft werden, ob eine Heißreparatur ausgeführt werden kann. Die Vorschriften und Anleitungen des Reparaturmaterialherstellers bezüglich der Auswahl der Werkzeuge und der Reparaturkörperzuordnung sind zu beachten.

3.4 Einpassen des Reparaturkörpers

Der Lochkanal auf der Innenseite des Reifens wird mittels Hilfslinien markiert und der Reparaturkörper mittig aufgesetzt und angezeichnet.

3.5 Rauhen des Schadensstelle im Reifen

Die Reparaturstelle innerhalb der eingezeichneten Linien mittels geeignetem Rauhwerkzeug leicht aufgerauht. Dabei ist die feste Verbindung des Innenliners mit der Karkasse durch Rauhen gegen die Kante zu prüfen. Es sollte eine gleichmäßige oberflächig plane Samtrauhe ohne Durchrauhung des Innenliners entsteht. Beim Rauhen ist ein Augenschutz zu tragen!

3.6 Einstreichen der Schadensstelle

Der Rauhstaub im Reifeninneren ist trocken mit einer Bürste oder mit dem Staubsauger gänzlich zu entfernen. Es ist darauf zu achten, dass die gesamte Reparaturstelle nicht mehr verschmutzt wird. Die Weiterbearbeitung der Reparaturstelle muss umgehend erfolgen, weil sonst die Gefahr der Oxydation der gerauhten Oberfläche besteht. Die gerauhten Flächen der Schadensfälle sind 1 x dünn mit Special Cement einzustrei- chen sowie der Lochkanal von innen durch Eindrücken von Lösung zu gummieren und ausreichend trocknen zu lassen (Fingerrückenprobe). Es ist auf Vermeidung von Zugluft, Lichteinstrahlung, Staub etc. zu achten. Die Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise des Herstellers sind dabei zu beachten. Beim Umgang mit Lösungen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen!

4. Reparaturkörpereinbau und Endkontrolle

Hinweis: Reparaturkörper/Schaft nicht mit Special Cement bestreichen! Dies kann zu Lebensmitteleinschlüssen zwischen dem Reparaturkörper und dem Reifen führen, welches den Ausfall des Reifens zur Folge hätte.

4.1 Einbau des Reparaturkörpers

Es ist auf absolute saubere und fettfreie Hände zu achten! Der Reparaturkörper ist nach den Vorschriften des Herstellers mittels geeignetem Werkzeug einzuarbeiten. Hierbei wird der Reparaturkörper aus der Schutzverpackung genommen, dann wird der Lochkanal, ohne die Rauhfläche zu benetzten, nochmals mit Lösung gummiert. Hiernach ohne Wartezeit den Einführstift durch den Lochkanal von innen nach außen führen. Hierbei darauf achten, dass die Verbindungsschicht nicht verschmutzt wird. Mit der Flachzange den Stift ggf. am Schaft, an der Außenseite fassen und gerade nach außen ziehen. Bei einteiligen Reparaturkörpern wird bei diesem Arbeitsgang gleichzeitig das Reparaturpflaster eingebaut. Es ist wichtig, den Einziehvorgang zu beenden, sobald das Pflaster plan an der Reifeninnenseite anliegt. Dann wird, ausgehend von der Pflastermitte, nach außen hin mit einem schmalen Anroller angerollt. Das Anrollen muss gleichmäßig und lückenlos ausgeführt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die auslaufenden Ränder des Pflasters nicht unter das Pflaster eingerollt werden. Beim Einarbeiten des Pflasters darf der Reifen nicht gespreizt sein, da ansonsten Qualitätsminderungen durch Spannungen etc. entstehen können. Die Güte der Reparatur hängt entscheidend von der Genauigkeit und Sorgfältigkeit bei der Vorgehensweise der Bearbeitung ab.

4.2 Fertigstellen der Reparatur

Die Dichtheit des Reifens ist durch Versiegeln der Pflasterränder und der umgebenden Rauhung mit Innenlinerflüssigkeit zu optimieren. Sodann ist die Reparatur noch einmal in allen Bereichen auf Fehlerfreiheit zu prüfen.

4.3 Endkontrolle

Die Reparaturstelle noch einmal innen und außen auf Fehlerfreiheit prüfen. Den Reifen aufmontieren, auf Dichtheit prüfen und den überstehenden Schaft, ohne an ihm zu ziehen, an der Reifenaußenseite abschneiden.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)