Reifendruck-Kontrollsysteme von BERU

Häufigste Anwendungsfehler bei Kalibrierung und aktuelle Produktinformationen für Werkstatt und Handel (Stand 10/05)

Im Rahmen der TSS-Umrüstungen von Sommer auf Winterreifen kommt es aus Unwissenheit zu Anwendungsfehlern die vermieden werden könnten, wenn die Kalibrieranweisungen gemäß den Bedienungsanleitungen der Fahrzeughersteller beachtet werden. Eine Zusammenfassung der Kalibrieranleitungen für die wichtigsten Fahrzeugmodelle, die mit BERU TSS ausgerüstet sind, kann auch über die Internetseite von Beru http://www.beru.com/download/produkte/tss-kalibrierung.pdf abgerufen werden. Nachfolgend die häufigsten Anwendungsfehler:

• Kalibrierung nicht bis zum Ende durchgeführt bzw. Einlernvorgang unterbrochen, da Fahrzeug zwischenzeitlich "abgestellt" wurde • Während der "Einlernphase" werden/wurden Winterräder im Kofferraum mittransportiert • Kalibrierung vergessen • Kalibiervorgang gestartet, Fahrzeug wurde jedoch nicht "gefahren" • Falsche Radelektronik verbaut: z.B. RDE 001 statt RDE 007 Im Rahmen der Umrüstsaison stehen die Fahrzeuge regelrecht in Scharen auf dem Hof und müssen zügig umgerüstet werden. Ärgerlich ist es, wenn aufgrund einer falschen Kalibrierung der Kunde eine Warnmeldung erhält, verunsichert ist und wieder zur Werkstatt fährt.

Werden oben genannten Punkte beachtet erspart man sich und seinen Kunden unnötige Verärgerung und Zeit. Kleiner Tipp am Rande: In der Regel wird der Kalibriervorgang gestartet und der Kunde mit dem Fahrzeug von Hof geschickt. Kunde stellt Fahrzeug ab, bevor Kalibiervorgang abgeschlossen ist, so dass es im nachhinein zu einer Fehlermeldung kommt. Lassen Sie, sofern die Möglichkeit besteht den Lehrjungen oder Gesellen mit dem Kundenfahrzeug fahren, bis der Kalibriervorgang abgeschlossen ist. Sie haben somit die Gewissheit, dass die Kalibrierung ordnungsgemäß abgeschlossen ist. Einige OE-Vertragshändler praktizieren diese Vorgehensweise und stellen die Kalibrierung den Kunden mit einigen Arbeitswertswerten mit ca. 10 bis 15 Euro pro Fahrzeug in Rechnung.

Steigender Bedarf an Beru Radelektroniken in der Werkstatt: Die Beru Radelektroniken haben je nach Einsatzbedingung eine Lebensdauer von ca. 5 bis 7 Jahren. Die ersten Fahrzeuge die OE-seitig mit BERU TSS bestückt waren kamen bereits 1998 auf den Markt. Die Lebensdauer der ersten TSS-Batterien kann nunmehr erschöpft sein,

so dass erfahrungsgemäß ein Austausch der Radelektronik ansteht. Zu beachten ist, dass die Batterie nicht einzeln gewechselt werden kann, sondern die gesamte Radelektronik ausgetauscht werden muss. Das Produktionsdatum der Radelektronik steht unten rechts auf jedem Gehäuse. Sollte das Datum von 1999 bzw. 2000 sein, so sollte man einen Austausch im Rahmen der Sommerreifen/ Winterreifen-Umrüstung in Erwägung ziehen. Der Kunde erspart sich somit Kosten und Zeit für ein nachträgliches Austauschen der Radelektroniken.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)