Räderwaschanlage, Umweltschutzauflagen

Umweltschutzauflagen beim Betreiben von Räderwaschanlagen

Immer wieder wird in der BRV-Geschäftsstelle angefragt, ob beim Betreiben von Räderwaschanlagen auch besondere Umweltschutzauflagen zu berücksichtigen sind. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass zur Zeit von den Anbietern solcher Anlagen nicht immer die richtigen Auskünfte erteilt werden. Deshalb hierzu unser Statement:

Grundsätzlich ist der Lieferant der Räderwaschanlage verpflichtet, den Betreibern rechtsverbindlich im Rahmen der Betriebsanleitung zu bestätigen, ob das während des Betriebes der Anlage entstehende Abwasser direkt in die Kanalisation eingeleitet werden darf oder vorher einer Behandlung unterzogen werden muss. Diese Aussage kann auch durch die unten abgedruckte Lieferantenbescheinigung erfolgen. Unser Kenntnis nach werden von einigen Lieferanten solche Bescheinigungen ausgestellt. Andererseits gehen wir gemäß "Umweltschutz Handbuch für Kfz-Reparaturbetriebe" des Zentralverbandes Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) davon aus, dass das Waschen von Rädern mit dem dort verwendeten Begriff "Teilereinigung" identisch ist und dementsprechend als Abwasser behandelt werden muss.

Teilereinigung

Für die Teilereinigung werden in der Regel Waschmittel mit sauren alkalischen oder neutralen Detergentie verwendet, die in Wasser gelöst sind. Der Waschprozess findet meist bei Temperaturen um 60 ° C statt. Zum Einsatz kommen Hochdruckstrahlgeräte oder Waschmaschinen. Durch die Waschvorgänge wird die Waschlösung fortschreitend verunreinigt. Die abgewaschenen Öle und Fette werden dabei in relativ stabile Emulsionen überführt. Mineralöle enthaltene Emulsionen stellen jedoch eine erhebliche Wasserbelastung dar und können von den heute üblichen Leichtstoffabscheidern mit AK-Stufen (Adsorption-Koaleszens- Stufen) nicht gehalten werden. Vor der Ableitung der Waschlauge in das Kanalnetz muss diese, um Abwasser-Schwellenwerte einzuhalten, einer speziellen Behandlungsanlage zugeführt werden. Als Alternative bieten sich geschlossene Reinigungssysteme, Emulsionsspaltanlagen, Ultrafiltrationslagen (z.B. Teilwaschanlagen) an, bei denen die Waschlösung bis zur Unbrauchbarkeit im Kreis geführt wird. Die verbrauchte Waschlösung wird dann über zugelassene Entsorger als Sondermüll beseitigt oder nach ausreichender Vorbehandlung in die öffentliche Kanalisation eingeleitet.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)