Radbefestigungen Mindestgewindelängen

Mindestgewindelänge bei Radbefestigungen

Im Zusammenhang mit dem ordnungsgemäßen Umgang mit Radbefestigungsteilen, insbesondere bei Umrüstungen, wird in der BRV-Geschäftsstelle häufig nachgefragt, ob es verbindliche Regelungen gibt, die die Mindestgewindelänge beschreiben bzw. festlegen. D.h. mit wieviel Umdrehungen der Radmuttern ist im Minimum eine ordnungsgemäße und sichere Befestigung des Rades gewährleistet? Grundsätzlich muss hierzu gesagt werden, dass in diesem Zusammenhang in erster Linie die entsprechenden Angaben der Räder- bzw. Kfz-Hersteller bindend sind, da es dazu aus dem Maschinenbau eine Vielzahl wissenschaftlicher Berechnungsformeln gibt (immer in Abhängigkeit von der Gewindesteigung), deren allgemeine Anwendung nicht möglich ist. Deshalb ist auf die Angaben des Herstellers zugreifen.

Allerdings gibt es (wie auf anderen Gebieten auch) auch hier eine Faustregel, mit der man im Zweifelsfall auf der sicheren Seite ist und die z.B. auch von den Technischen Diensten (TÜV, DEKRA) bei der Räderfreigabe angewendet wird. Diese besagt, dass mindestens sechs volle Umdrehungen (6 Gewindegänge) garantiert sein müssen, um eine sichere Befestigung des Rades zu gewährleisten. Es sei denn, die Radhersteller oder Kfz-Hersteller bestätigen in ihren Unterlagen ausdrücklich, dass eine ordnungsgemäße Radbefestigung mit weniger Umdrehungen/Gewindegängen gewährleistet ist.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)