P-Markierung / P-markierte Reifen

P-markierte Reifen

Im Handel tauchen immer wieder Pkw-Reifen auf, die ein "P" vor der Reifenkennzeichnung tragen, z.B. P 195/70 R 13 88 H. Dabei handelt es sich um Reifen, die für spezielle Märkte,

z.B. USA oder Australien, gefertigt wurden. Die Bezeichnung "P" steht für "passenger car" und ist ein Hinweis für den Verwendungszweck. Hinsichtlich des Einsatzes solcher Reifen gilt Folgendes: 1. Sind P-markierte Reifen entsprechend der ECE-Regelung Nr. 30, also mit Betriebserkennung aus Tragfähigkeitskennzahl und Geschwindigkeitssymbol gekennzeichnet, so entsprechen sie den Anforderungen des § 36 StVZO. Sie können also bedenkenlos montiert werden. Das Fahrzeug verliert dadurch nicht seine Betriebserlaubnis, bzw. seinen Versicherungsschutz.

Nachstehende Kennzeichnung muss neben der Fabrik- oder Handelsmarke vorhanden sein: *Reifen-Nennbreite *Nennquerschnittverhältnis *Reifenbauart *Felgen-Nenndurchmesser *Tragfähigkeitssymbol *Symbol der Geschwindigkeitskategorie *falls zutreffend: TUBELESS, M+S, reinforced *Herstellungsdatum (vgl. "Richtlinie für die einheitliche Reifenkennzeichnung", § 36 StVZO)

2. Nicht ohne weiteres verwendet werden dürfen P-markierte Reifen ohne Betriebserkennung, bei denen die Tragfähigkeitskennzahl und das Geschwindigkeitssymbol gar nicht, bzw. nicht normgerecht hinter der Größenbezeichnung stehen, sondern einzeln an anderer Stelle. Hier müssen Fahrzeughalter und Fahrzeugführer eine Bescheinigung des Herstellers mitführen, der die Eignung des Reifens bestätigt (§ 36 Abs. 2b StVZO; Muster, siehe "Kennzeichnung von Reifen"). Eine Vorführung bei einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer ist nicht erforderlich, wenn die Angaben in der Bescheinigung denen in den Fahrzeugpapieren entsprechen.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)