M+S-Reifen worauf es beim Winterreifen ankommt

Worauf es beim Winterreifen ankommt

Entscheidend für die Sicherheit auf winterlichen Straßen sind Art und Zustand der Bereifung. An den Winterreifen werden heute als wichtigste Anforderung Traktion bei Eis und Schnee, Rutschsicherheit - insbesondere in Kurven -, Fahrverhalten auf nasser und trockener Fahrbahn, Laufleistung und schließlich auch ein geringer Geräuschpegel gestellt. Winterreifen können auf Schnee und Matsch jedoch nur dann ihre Funktion zuverlässig ausfüllen und Motor- und Bremskräfte übertragen, wenn das Laufflächenprofil die erforderliche Tiefe von mindestens vier Millimetern aufweist. Auf der Herstellerseite müssen bei der Entwicklung eines Winterreifens nach Darstellung des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. folgende Erfordernisse berücksichtigt werden:

Die Profilblöcke müssen in Laufrichtung flexibel sein, um auf Schnee und Eis eine gute "Griffigkeit" zu bieten; in Querrichtung hingegen ist eine Versteifung der Profilblöcke zur Gewährleistung der Seitenstabilität erforderlich. Bei der Entwicklung des Winterreifens müssen daher die spezifischen geometrischen und mechanischen Profilmerkmale zum tatsächlichen Fahrverhalten, sei es auf trockener oder nasser Fahrbahn oder bei Eis und Schnee, in Beziehung gebracht werden. Durch moderne Computereinrichtungen sind die hierfür erforderlichen komplexen Berechnungen, die früher nur manuell durchführbar waren, erst möglich geworden. So sind auf diese Weise Beziehungen zwischen der Laufflächensteifheit und der Traktion bei Eis und Schnee definiert worden. Aufgrund der Unterteilung eines Profils in eine Vielzahl von geometrisch einfachen Elementen berechnet der Computer die Steifheit dieser Elemente sowohl in der Längs- und Querrichtung als auch in die Radialrichtung. Profiltiefe und Lamellen werden in die Kalkulation einbezogen. Die Korrelation zwischen den Berechnungen und den tatsächlichen Leistungsergebnissen auf Eis und Schnee haben bewiesen, dass sich die Traktion mit verringernder Laufsteifigkeit verbessert; die Radialsteifheit hingegen beeinflusst die Traktion auf Schnee und Eis zwar nur in geringem Maße, sollte aber wegen der positiven Wirkung auf das Fahrverhalten und den Antrieb so hoch wie möglich gehalten werden. Die Optimierung all dieser Faktoren ist die Aufgabe des Reifeningenieurs. Parameter wie Richtung und Länge der Rillen, Profiltiefe usw. beeinflussen allesamt den Steifheitsbereich und müssen daher so angeordnet werden, dass die gewünschten Steifheitswerte erreicht werden.

Die Laufflächenmischung des Reifens ist, zusammen mit dem Profil, ein Hauptfaktor bei der Beeinflussung der Fahreigenschaften unter Winterbedingungen. Da Kautschuk bei niedrigen Temperaturen normalerweise härter wird, muss die Lauffläche aus einer speziellen Gummimischung gefertigt sein, damit sie auch im Winter "weich" bleibt und die erforderliche Haftung bietet. Die Eigenschaften der Mischung haben einen großen Einfluss auf die Winterreifen um oder etwas unter Null Grad Celsius. Bei dieser Temperatur stellt das Eis keine stabile und feste Oberfläche mehr dar; es setzt vielmehr ein Schmelzvorgang ein, wodurch eis zu Bildung eines dünnen Wasserfilms kommt, der den Reibungskoeffizienten herabsetzt. Die Kautschukmischung eines Winterreifens muss deshalb gleichzeitig für eine hohe Traktion und eine gute Rutschfestigkeit auf nassem Untergrund ausgelegt sein. Die dynamischen Eigenschaften müssen optimiert werden, damit ein Kompromiss zwischen Wärmestau, Profilabnutzung, dynamischer Verformung der Profilblöcke und der Rutschfestigkeit bei nasser Fahrbahn erzielt wird.

Eine möglichst hohe Anzahl von Lamellen verbessert die Haftung bei Eis und bei Schneeglätte. Für wirksame Zugkraftübertragung im Tiefschnee sorgen die zahlreichen Profilblöcke, wobei die Querlamellen in den seitlichen Profilblöcken für die Rutschfestigkeit in Kurven von besonderer Bedeutung sind.

BRV-Pressemitteilung zur Notwendigkeit von M+S-Reifen Mehr Sicherheit bei Eis und Schnee

Jetzt Winterreifen aufziehen: Damit Sie nicht "aufs Glatteis geführt werden"! BRV gibt Tipps für eine sichere Fahrt durch die kalte Jahreszeit "Unverhofft kommt oft" - für die Autofahrer nicht nur ein Sprichwort, sondern Realität. Während man im Herbst tückischen Straßenverhältnissen noch durch vorsichtige Fahrweise und Sommerreifen mit gutem Profil begegnen konnte, fordert die kalte Jahreszeit die Verwendung von Winterreifen. Denn: Auf Nummer Sicher geht, wer auf jede Wetterlage vorbereitet ist. M+S-Reifen leisten hier gute Dienste, auch wenn der Winter mal wieder "ein kalter Sommer" wird, denn sie sind echte Allrounder. Wenn der Schnee letztlich ausbleiben sollte, ist man heutzutage mit M+S-Reifen - im Gegensatz zu früheren Generationen von Winterreifen - auch auf trockener Straße im Fahrkomfort nicht beeinträchtigt. "Selbst ein sehr gut profilierter Sommerreifen bietet bei Schnee- und Eisglätte keine optimalen Fahr- und Bremseigenschaften." Darauf weist der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) jetzt hin. Erst der spezielle Aufbau der Lauffläche am handelsüblichen M+S-Reifen und seine besondere Gummimischung sorgen bei winterlichen Straßenverhältnissen für kurze Bremswege, Spurgenauigkeit und Rutschsicherheit. Wichtige Voraussetzung: Die Profiltiefe beträgt mindestens noch vier Millimeter!

"Unbedingt zu beachten", so der BRV, "sind ferner zulässige Höchstgeschwindigkeiten." Aufschluss gibt der auf dem Reifen vermerkte Geschwindigkeitsindex. Findet sich beispielsweise die Kennung 195/65 R 14 T, so steht das "T" für ein Tempomaximum von 190 km/h. Ein "S" weist auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h hin, ein "Q" auf maximal auf 160 km/h. Fahrzeuge, deren Leistungsfähigkeit über der der aufgezogenen Reifen liegt, müssen eine Plakette mit dem entsprechenden "Reifentempolimit" im Fahrersichtfeld mitführen. Neben der Sicherheit - bei überhöhtem Tempo kann sich auf Dauer die Lauffläche ablösen - dient die Einhaltung des jeweiligen Limits auch der Langlebigkeit und somit der Wirtschaftlichkeit von M+S-Reifen.

Zudem ist es sowieso nicht ratsam, ´das Gaspedal gleich voll durchzutreten´. Auch Routiniers im Straßenverkehr müssen sich erst an die anderen Fahreigenschaften mit Winterreifen gewöhnen. Übrigens: Jahrelang galt, Winterreifen müssen gegenüber Sommerreifen 0,2 bar Luftdruck mehr haben. Die trifft so pauschal nicht mehr zu. Moderne Winterreifen, außer die der Geschwindigkeitskategorie "Q" (bis 160 km/h), bedürfen dieser Luftdruckerhöhung nicht mehr. Sollte also in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugherstellers nur ein Luftdruck aufgewiesen sein, so gilt dieser sowohl für Sommer- als auch für Winterreifen. Weitere Reifentipps des BRV aktuell zum Winter: Kaufen Sie Ihre M+S-Bereifung mit Felge. Ein Ummontieren von Saison zu Saison ist zeitaufwendig und führt leicht zu Beschädigungen. Ferner bietet der leistungsstarke Reifenfachhandel einen zusätzlichen Kundenservice: Die Einlagerung der Sommerreifen. Das spart Arbeit sowie Platz im eigenen Haus, und der Verbraucher ist sicher, dass die Reifen sachgerecht gelagert werden. Zusätzlich unterliegt die Bereifung so einer regelmäßigen Begutachtung auf ihren Zustand durch einen Fachmann. Aber auch zur Einlagerung zu Hause und zu allen anderen Fragen rund um den Reifen berät jedes Fachhandelsmitglied des BRV seine Kunden jederzeit kompetent. M+S-Reifen: Mehr Sicherheit bei Matsch und Schnee

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)