Kundenselbstmontage Motorradreifen

Risikoreicher Service

Aus gegebenem Anlass nehmen wir zum Thema "Selbstmontage und Schadensersatz" Stellung. Hintergrund ist hier, dass Reifenfachhandelskunden, die Motorrad fahren, den Reifenfachhändler des öfteren fragen, ob sie nicht beim Reifenwechsel die Räder selbst ab- und anbauen dürfen.

Ein Mitgliedsbetrieb wandte sich mit der Frage an uns, welche rechtliche Folgen es haben könne, wenn diese Eigenleistung auf dem Mitglieds-Betriebsgelände gestattet würde und es durch einen Einbaufehler des Kunden zu einem Schaden bzw. einem Unfall komme. Im Einzelnen wollte das Mitglied Folgendes geklärt wissen:

Frage 1. Reicht es aus, wenn die Dienstleistung des Ein- und Ausbauens nicht auf der Rechnung erscheint? Frage 2. Sollte eine gesonderte, schriftliche Bestätigung durch den Kunden für unseren Haftungsausschluss erfolgen?

Frage 3. Ist aus Gründen der Haftung das Ein- und Ausbauen der Räder auf dem Betriebsgelände zu untersagen? BRV-Justiziar Dr. Wiemann beantwortete die Fragen wie folgt: "Die Selbstmontage von Reifen im Reifenfachbetrieb durch den Kunden ist ein etwas heikles Kapitel, wenn dabei Montagefehler begangen werden und es daraufhin zu Unfällen und Schäden kommt.

Wenn Betriebsräume und betriebseigenes Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, muss selbstverständlich darauf geachtet werden, dass möglichst alle Gefahrenquellen vermieden werden -schon das ist ein schwieriges Unterfangen. Für die Montage an sich ist der Kunde allein verantwortlich. Probleme können aber schon entstehen, wenn ein Mitarbeiter um Rat gefragt wird und dabei auch nur kleine technische Missverständnisse entstehen.

Wenn nur die Reifenlieferung und nicht die Montage auf der Rechnung steht, ist damit die Selbstmontage dokumentiert, Montagefehler können dann dem Betrieb nicht angelastet werden. Aus gegebenem Anlass nehmen wir zum Thema "Selbstmontage und Schadensersatz" Stellung.

Hintergrund ist hier, dass Reifenfachhandelskunden, die Motorrad fahren, den Reifenfachhändler des öfteren fragen, ob sie nicht beim Reifenwechsel die Räder selbst ab- und anbauen dürfen. Ein Mitgliedsbetrieb wandte sich mit der Frage an uns, welche rechtliche Folgen es haben könne, wenn diese Eigenleistung auf dem Mitglieds-Betriebsgelände gestattet würde und es durch einen Einbaufehler des Kunden zu einem Schaden bzw. einem Unfall komme.

Im Einzelnen wollte das Mitglied Folgendes geklärt wissen: Frage 1. Reicht es aus, wenn die Dienstleistung des Ein- und Ausbauens nicht auf der Rechnung erscheint?

Frage 2. Sollte eine gesonderte, schriftliche Bestätigung durch den Kunden für unseren Haftungsausschluss erfolgen? Frage 3. Ist aus Gründen der Haftung das Ein- und Ausbauen der Räder auf dem Betriebsgelände zu untersagen?

BRV-Justiziar Dr. Wiemann beantwortete die Fragen wie folgt: "Die Selbstmontage von Reifen im Reifenfachbetrieb durch den Kunden ist ein etwas heikles Kapitel, wenn dabei Montagefehler begangen werden und es daraufhin zu Unfällen und Schäden kommt. Wenn Betriebsräume und betriebseigenes Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, muss selbstverständlich darauf geachtet werden, dass möglichst alle Gefahrenquellen vermieden werden -schon das ist ein schwieriges Unterfangen.

Für die Montage an sich ist der Kunde allein verantwortlich. Probleme können aber schon entstehen, wenn ein Mitarbeiter um Rat gefragt wird und dabei auch nur kleine technische Missverständnisse entstehen. Wenn nur die Reifenlieferung und nicht die Montage auf der Rechnung steht, ist damit die Selbstmontage dokumentiert, Montagefehler können dann dem Betrieb nicht angelastet werden.

Ein genereller Haftungsausschluss etwa in der Art "Montage in Eigenverantwortung und für eigene Gefahr" dürfte sich schwer realisieren lassen. Für ein entsprechendes, vom Kunden zu unterzeichnendes Formular, würden die Grenzen des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten, wonach Schadensersatzansprüche nicht ganz allgemein ausgeschlossen werden dürfen.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)