Höchstgeschwindigkeit - Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bei bestimmten Gespannen

Pkw mit Anhänger

Die 9. Ausnahmeverordnung zur StVO, die mit Wirkung vom 22.10.1998 die Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für bestimmte Kraftfahrzeuggespanne (Pkw mit Anhänger und andere mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen mit Anhänger) auf Autobahnen und Kraftfahrtstrassen von 80 km/h auf 100 km/h zuläßt und vorerst bis 31.12.2003 befristet war, ist nunmehr um weitere drei Jahre verlängert worden. Diese Verlängerung ist am 12.11.2003 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und damit bereits in Kraft. Es bleibt allerdings dabei, dass in Bezug auf die Reifen (Anhängerreifen) unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt sein müssen (die kompletten Voraussetzungen entnehmen Sie bitte den folgenden Seiten, gleiches Stichwort):

- die Reifen dürfen für eine Geschwindigkeit von 100 km/h keinen Zuschlag zum Lastindex erhalten haben, - sie müssen jünger als sechs Jahre sein (ab Herstellungsdatum/DOT-Nummer) und - mindestens der Geschwindigkeitskategorie L (120 km/h) entsprechen. Die Erfüllung der gesamten Voraussetzungen - also auch der, die nicht unmittelbar die Reifen betreffen (siehe oben) - muss durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder einen Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation auf einem entsprechenden Formular bestätigt werden. Die Straßenverkehrsbehörde muss auf diesem Formular, das während der Fahrt mitzuführen ist, bescheinigen, dass das Gespann für die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h zugelassen ist und gibt bei Tempo 100 km/h-Plaketten aus, die am Zugfahrzeug und am Anhänger angebracht werden müssen.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)