Geräuschmessung bei Schlagschraubern

Geräuschmessung bei Schlagschraubern

Gesetzliche Grundlage ist die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) 29 § 10, in der geregelt ist, dass Versicherten, die in Lärmbereichen beschäftigt werden, Gehörschutzmittel zur Verfügung zu stellen sind. Gemäß UVV 37 § 3 haben sich diese Versicherten darüber hinaus einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen (einmal jährlich) und nach § 9 ist für diesen Personenkreis eine Gesundheitskartei zu führen. Die entsprechenden Kosten hat der Arbeitgeber zu tragen. Lärmbereiche nach UVV 29 sind Bereiche, in denen der ortsbezogene Beurteilungspegel 85 dB (A) erreicht oder überschritten wird. Der ortsbezogene Beurteilungspegel ergibt sich dabei nicht nur aus den Angaben des Herstellers der Schlagschrauber (maximaler Geräuschpegel bei Volllast). Der Lärmpegel muss direkt vor Ort gemessen werden, da er auch z.B. davon abhängig ist, welche Felgen montiert werden (Stahlfelgen) und von der örtlichen Umgebung.

In einem konkreten Fall wurden vor Ort, trotz der Angabe des Herstellers von 75 dB (A) bei Volllast des Schlagschraubers, bei der Montage von Stahlfelgen 85 db (A) gemessen. Der BRV hat sich mit allen Anbietern von Schlagschraubern in Verbindung gesetzt und die Auskunft erhalten, dass alle daran arbeiten, kurzfristig nur noch Schlagschauber anzubieten, die ein definitives Unterschreiten der 85 dB (A) in jedem Betrieb gewährleisten. Da die Geschäftsstelle seitdem von den BRV-Mitgliedern nicht mehr über entsprechende Probleme informiert wurde, kann man davon ausgehen, dass das Thema durch den Einsatz der neuen ("geräuschoptimierten") Schlagschrauber nicht mehr relevant ist.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)