Gefährdungen in Reifenhandelsbetrieben

Gefährdungen in Reifenhandelsbetrieben Ermittlung und Beurteilung

Nach dem neuen Arbeitsschutzgesetz und der Artikelverordnung hat sich im Ergebnis im deutschen Arbeitschutz nichts Grundlegendes geändert. Nun ist es allerdings die Pflicht des Betriebsinhabers bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten, vorliegende Gefährdungen in Form von Gefährdungsbeurteilungen zu dokumentieren.

Ausgelöst wurde die rechtlichte Änderung durch zahlreiche Arbeitsschutzrichtlinien auf europäischer Ebene mit dem Erlass der sogenannten Arbeitsschutzrahmen-Richtlinien von 1989. Der nationale Gesetzgeber hat somit nur auf zwingende europäische Regelungen reagiert. Das heißt konkret, nach dem "Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG)" muss jeder Arbeitgeber die Gefährdungen ermitteln, denen die Beschäftigten bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Des Weiteren muss er festlegen, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind, um diesen Gefährdungen zu begegnen.

Zur Unterstützung ihrer Mitgliedsbetriebe hat die BG Großhandel und Lagerei einen Leitfaden erarbeitet, der die Ermittlung und Beurteilung von Gefahren (Gefährdungen) handhabbar macht und auch für die Dokumentation verwendet werden kann. Wir empfehlen auf Grundlage des ArbSchG dringend die Anwendung dieses Leitfadens. Mitglieder der BG Großhandel und Lagerei können diesen Leitfaden bei der jeweils zuständigen Bezirksverwaltung kostenlos einbeziehen.

BRV-Mitgliedsbetriebe, die nicht Mitglied der BG Großhandel und Lagerei sind, können den Leitfaden in der BRV-Geschäftsstelle abfordern!

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)