Achsvermessung (Hinweis im Vermessungsprotokoll):

Nach durchgeführter Achsvermessung erhält der Kunde ein Vermessungsprotokoll, das die aktuellen Werte dokumentiert. In der Praxis hat es wiederholt Fälle gegeben, in denen der Kunde einige Zeit später wiederkommt und beanstandet, dass die ihm mitgegebenen Werte nicht mehr stimmen - z.B. nach der Hauptuntersuchung. Daraus sollte nach Möglichkeit kein Reklamationsfall entstehen. Die gesetzlichen Sachmängelhaftungsansprüche (früher "Gewährleitungsansprüche") lassen sich vor allem gegenüber dem Verbraucher, also dem privaten Kunden, kaum noch inhaltlich begrenzen, auch nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den ersten sechs Monaten nach Ausführung des Auftrags der Kunde nicht (mehr) beweisen muss, dass die Arbeit schon von Anfang an mangelhaft gewesen sei, im Gegenteil muss sich das Unternehmen entlasten.

Misslichen Folgen kann man aber in der Situation bei der Achsvermessung vorbeugen, denn selbstverständlich stellen die protokollierten Werte nur eine Momentaufnahme dar, spätere Veränderungen sind durch zahlreiche Einflüsse möglich. Es empfiehlt sich, auf Achsvermessungsprotokollen einen zusätzlichen Hinweis aufzudrucken, etwa mit folgendem Text:

"Die in diesem Protokoll angegebenen Messwerte beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Messung. Sie stellen keine Dauerangabe dar, da die Werte im Fahrbetrieb ständig Einflüssen ausgesetzt sind, die sie jederzeit verändern können. Gleichbleibende Werte können also nicht gewährleistet werden." Etwaige Reklamationsprobleme dürften sich dadurch mit einiger Sicherheit vermeiden lassen.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)