AU-Verordnung

AU-Verordnung

Neue Regelungen seit März 2002 Wichtig zu wissen für Reifenhändler, die im Rahmen ihres Kfz-Serviceangebotes auch Abgasuntersuchungen anbieten: nachdem der Bundesrat am 19. Oktober 2001 der 34. Änderungsverordnung zur StVZO (Straßenverkehrszulassungsverordnung) zugestimmt hat, ist im November die neue "AU-Verordnung" in Kraft getreten. Seit Ablauf der Übergangsfrist, die bis März 2002 lief, müssen alle Betriebe die neuen Vorschriften beachten und umsetzen.

Ziel der Novelle war es, das Prüfverfahren an die technische Fahrzeugentwicklung anzupassen und die Vorschriften der bestehenden Verordnung um Regelungen zur Durchführung der AU an Fahrzeugen zu ergänzen, die mit Systemen der sogenannten On-Board-Diagnose (OBD) ausgestattet sind. Wesentlich für die durchführenden Betriebe sind nach Angaben des ZDK folgende Änderungen:

Jede anerkannte AU-Betriebsstätte muss den Anforderungen der AU-Anerkennungs- richtlinie entsprechen. Dazu gehört neben technischen Ausstattungsmerkmalen auch die Verpflichtung, alle mit der AU-Durchführung befassten Personen im Rahmen vorgeschriebener Lehrgänge (unterteilt in Erst- und Wiederholungsschulung) schulen zu lassen. Um auch OBD-Fahrzeuge prüfen zu können, muss der Betrieb den Nachweis erbrin- gen, dass für diese Fahrzeuge ein vorgeschriebenes Messgerät inklusive Auslese- Testgerät (sog. Scan-Tool) mit zulässiger Software-Version vorhanden ist.

Für Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten/Kraftstoffen wurde das Untersuchungs- verfahren definiert. Neuregelungen gibt es auch hinsichtlich der Prüffristen und Angaben in der Prüfbe- scheinigung.

Alle anerkannten AU-Prüfstellen müssen bis spätestens Ende Mai 2002 ein Qualitätssi- cherungs(QS)-System eingeführt und die anerkennende Kfz-Innung darüber unter- richtet haben. Vor Inkrafttreten der Verordnung bestehende AU-Anerkennungen bleiben dann gültig. Der ZDK hat sowohl zur AU-Verordnung als auch zu dem neu einzurichtenden QS-System ausführliches Informationsmaterial erarbeitet. Eine Broschüre erläutert alle wichtigen Neuerungen, ein QS-Handbuch enthält die Aufzeichnungen der Prüfstelle inklusive einer Vorlage zur Führung der Mängelstatistik. Alternativ zu dem Handbuch gibt es ein EDV-Programm, das als Demoversion der Broschüre beigelegt ist und - sofern der AU-Betrieb dies wünscht - "zur Vollversion" freigeschaltet werden kann. Nähere Informationen zu diesen Materialien erhalten anerkannte Prüfstellen über ihre jeweils zuständige Innung bzw. den Landesverband.

(Quelle:Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)